Gottes Zeitplan                                         Weg der Nachfolge



Gottes Zeitplan für die Welt



Gott hat mit seinem auserwählten jüdischen Volk den Zeitplan in die Geschichte dieser Welt geschrieben. Deshalb ist diese Volk so verfolgt und geknechtet worden. Deshalb hat der Teufel versucht es mit aller Macht zu vernichten und doch war Gottes Güte und sein Schutz über diesem Volk, so daß es heißt: Wer mein Volk antastet, der tastet meinen Augapfel an.

Es gibt sieben prophetische Feste, die das jüdische Volk feiert. In 3. Mose 23 werden sie die Feste des Herrn genannt. Es sind nicht die Feste des Volkes Irsarel, sondern die Feste des HERRN! Anhand dieser Feste zeigt Gott den Erlösungsplan für die Menschheit in sieben Schritten auf. Jeder dieser Schritte wird eintreten, wie es Gott vorausgesagt hat. Bislang sind vier der Feste erfüllt, das kommende Fest, das Gott auf dieser Erde feiern wird, ist Rosch Haschanah, das Neujahrsfest, oder das Fest der Trompeten (Fest des Schofarblasens) genannt. Wenn dies geschieht wird es eine gewaltige Auswirkung auf der Welt haben, weil Milliarden von Menschen plötzlich verschwunden sein werden - doch dazu später ...


1. Pessach - das Passa-Fest (Fest der Verschonung)

3. Mose 23, 4.5
4 Dies sind aber die Feste des Herrn, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen an ihren Tagen:
5 Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des Herrn Passa.


Der erste Monat nach diesem religiösen Kalender ist der Monat Nissan, der im Frühjahr etwa im März/April liegt. Als Gott das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausführte gab er ihnen eine neue Zeitrechnung - einen neuen Kalender.

2. Mose 12, 1 - 6
1 Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm für ein Haus.
4 Wenn aber in einem Haus für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er`s mit seinem Nachbarn, daß sie das Lamm aufessen können.
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr`s nehmen
6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.


Mit dem Auszug aus Ägypten begann eine neue Zeitrechnung für das befreite Volk der Israeliten. In gleicher Weise gilt dies auch für einen Menschen der zu Christus als seinen Erlöser findet - auch für ihn beginnt ein neues Leben mit einer neuen Zeitrechnung. Er steht unter dem Schutz des Blutes Jesu, er hat Christus als Erlöser und Herrn angenommen. Doch zuvor muß er die Stunde der "Verschonung" durchleben, in der der Todesengel an seinem Haus - seinem Leben vorübergeht.

Gott befahl das Passa-Lamm zu schlachten und die Türbalken und den Oberbalken der Häuser der Israeliten mit dem Blut zu bestreichen, damit der Todesengel an diesen Häuser vorbeiging und die Erstgeburt verschonte.

2. Mose 12, 7 - 13
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie`s essen,
8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu, und sollen es mit bitteren Kräutern essen.
9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen.
10 Und ihr sollt nichts davon übriglassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr`s mit Feuer verbrennen.
11 So sollt ihr`s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des HERRN Passa.
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägytenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.


Diese Stunde des Auszuges aus Ägypten ist prophetisch zu verstehen. Sie erfüllt sich in deinem und meinem Leben, wenn du beschließt vom Reich der Finsternis (dieser Welt) ins Reich Gottes (Königreich Jesu) zu wechseln. Es ist die Stunde deiner Bekehrung. Das ist die Stunde deines Auszuges aus Ägypten. Davor warst du unter dem Gericht Gottes. Alle Menschen haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Der Sünde Lohn aber ist der Tod. Deshalb mußt du mit dem Blut des Opferlammes bedeckt sein. Es muß an deiner Stelle geschlachtet werden, damit du für Gott erkauft werden kannst und am Leben bleibst. Jesus Christus ist dieses Opferlamm.

Offenbarung 5, 6a.9
6a Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; ...
9 ... Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen ...


Das Passa das die Israeliten feierten findet seine Entsprechung und seine Erfüllung im Opfertod Jesu. Jesus sprach beim Abendmahl davon, als er es mit seinen Jüngern feierte. Er aß das Passalamm mit ihnen und setzte dann den neuen Bund ein.

Lukas 22, 14 - 20
14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm.
15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.
16 Denn ich sage euch, daß ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes.
17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch;
18 denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.
19 Und er nahm das Brot, dankte und brach`s und gab`s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!


So wie Johannes der Täufer es voraussagte, war Jesus Gottes Opferlamm, das die Sünde der Welt weggenommen hat. Nachdem er mit seinen Jüngern das Abendmahl gehalten hatte wurde er am nächsten Morgen vor der Stadt Jerusalem auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. Von 9:00 Uhr morgens bis 15:00 Uhr nachmittags hing er am Kreuz, dann gab er seinen Geist in die Hände des Vaters. Sechs Stunden unendliche Qual. Sechs ist die Zahl des Menschen. Am sechsten Tag wurde der Mensch erschaffen. So hat Jesus für die gesamte Menschheit, für alle Generationen - die vergangenen, die gegenwärtigen und die zuküftigen - am Kreuz gelitten.

In jenen Tagen wurden zwei Opfer täglich gebracht. Das Morgenopfer um 9:00 Uhr und das Abendopfer um 15:00 Uhr. Als der Priester im Tempel dem Abendopfer die Kehle durchschnitt rief Jesus am Kreuz aus: "Es ist vollbracht!" und der Vorhang zum Allerheiligsten im Trempel zerriß von oben an bis unten aus. So hat sich das Pessach, das Passa-Fest, in Jesus Christus erfüllt.


2. Das Fest der ungesäuerten Brote

3. Mose 23, 6 - 8
6 Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der Ungesäuerten Brote für den HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot essen.
7 Am ersten Tage sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Arbeit tun.
8 Und sieben Tage sollt ihr dem Herrn Feueropfer darbringen. Am siebenten Tage soll wieder eine heilige Versammlung sein; da sollt ihr auch keine Arbeit tun.


Kein Sauerteig sollte beim Auszug der Israeliten unter ihnen gefunden werden. Der Auszug aus Ägypten begann am 15. Nissan. Auch dieses ist ein prophetisches Bild für Christus. Jesus war das vollkommene und reine Opfer. Das Lamm ohne Fehl und Tadel. Keine Sünde wurde an ihm gefunden. In Christus, gewaschen durch sein Blut, bist du befreit von aller deiner Schuld. Sieben ist die Zahl der der Vollkommenheit. Sie steht für Göttlichkeit. Jesus war dieses göttliche Opfer, das auf Golgatha dargebracht wurde. So sind wir durch IHN völlig rein gemacht von allen unseren Verfehlungen und allen unseren Missetaten, er war das vollkommene Opfer - von Gott ausersehen. Er war das Brot des Lebens. Am Abend zuvor sagte er, daß er seinen Leib geben würde und im gleichen Moment brach er das Brot für seine Jünger. Es war das Brot ohne Sauerteig. Der Sauerteig der Sünde konnte dieses Brot nicht berühren. So ist Jesus Christus auch die Erfüllung des Festes der Ungesäuerten Brote, das noch in der gleichen Woche dem Pessach nachfolgte.


3. Das Fest der Erstlingsfrucht

3. Mose 23, 9 - 14
9 Und der Herr redete mit Mose und sprach:
10 Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und es aberntet, so sollt ihr die erste Garbe eurer Ernte zu dem Priester bringen.
11 Der soll die Garbe als Schwingopfer schwingen vor dem HERRN, daß sie euch wohlgefällig mache. Das soll aber der Priester tun am Tage nach dem Sabbat.
12 Und ihr sollt am Tage, da eure Garbe geschwungen wird, ein Brandopfer dem HERRN bringen von einem einjährigen Schaf, ohne Fehler,
13 samt dem Speisopfer: zwei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, als ein Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch; dazu das Trankopfer: eine viertel Kanne Wein.
14 Und ihr sollt von der neuen Ernte kein Brot noch geröstete oder frische Körner essen, bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott seine Gabe bringt. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt.


In der Festwoche, in der das Pessach und das Fest der ungesäuerten Brote gefeiert wurde, wurde noch ein drittes Fest gefeiert - das Fest der Erstlingsfrucht. Als Zeichen für die kommende Ernte wurde dem Priester eine Garbe Gerste gebracht. Der Priester hatte diese Garbe im Tempel vor dem Herrn zu schwingen. An welchem Tag geschah das? Am Tag nach dem regulären Schabbat. Der Schabbat ist der siebente Tag der Woche und heilig dem HERRN. Am Morgen nach diesem Schabbat wurde das Opfer dargebracht. Es war der erste Tag der Woche, der Sonntag. Und während der Priester die Garbe am Morgen vor dem Herrn schwang, brach Jesus aus dem Grab des Todes aus. Am Tag nach dem Schabbat, am Sonntagmorgen, war das Grab leer und Er war auferstanden. Er war die Erstlingsfrucht der Auferstehung - der Erste unter vielen Brüdern.

Lukas 24, 1 - 6
1 An dem ersten Wochentag aber, ganz in der Frühe, kamen sie zu der Gruft und brachten die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten.
2 Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewälzt;
3 und als sie hineingegingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht.
4 Und es geschah, als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlendem Gewand bei ihnen.
5 Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Gesicht zur Erde neigten, sprachen sie zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten?
6 Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. ...


1. Korinther 15, 20
20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.


Kolosser 1, 18
18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.


In Jesus Christus erfüllt sich auch dieses Fest. Wir sehen, daß in der Heilsgeschichte innerhalb einer Woche drei der Feste des HERRN in Erfüllung gingen - alle durch Jesus Christus. In prophetischer Weise haben diese Feste auf den Messias, auf Jesus Christus hingewiesen, ohne daß es die Juden zum damaligen Zeitpunkt erkannten.


4. Schawu`oth - das Wochenfest/Pfingstfest

3. Mose 23, 15 - 21
15 Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.
16 Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
17 Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den HERRN.
18 Und ihr sollt herzubringen neben eurem Brot sieben einjährige Schafe ohne Fehler und einen jungen Stier und zwei Widder - das soll des HERRN Brandopfer sein - mit ihren Speisopfern und Trankopfern als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
19 Dazu sollt ihr opfern einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei einjährige Schafe zum Dankopfer.
20 Und der Priester soll sie als Schwingopfer schwingen samt den Erstlingsbroten vor dem HERRN. Das alles soll als ein Schwingopfer dem HERRN heilig sein und dem Priester gehören.
21 Und ihr sollt an diesem Tag eine heilige Versammlung ausrufen; keine Arbeit sollt ihr tun. Eine ewige Ordnung soll das sein bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt.


Fünfzig Tage nach dem Fest der Erstlingsfrucht soll das Wochenfest gefeiert werden. Fünfzig Tage nach der Auferstehung Jesu wurde der Heilige Geist auf die Jünger in Jerusalem ausgegossen. Deshalb nennt man das Wochenfest unter Christen auch das Pfingstfest. Es ist ein Fest der Offenbarung. Die jüdischen Gelehrten nehmen an, daß an diesem Tag des Pfingstfestes auch die Gebote am Berg Sinai Mose in die Hände gegeben wurden. In 2. Mose 19 wird beschrieben, das dies im dritten Monat des Jahres geschah. Das Pfingstfest ist das einzige Fest, das im dritten Monat gefeiert wird. Deshalb nimmt man an, daß daß auch die Gesetzestafeln an diesem Tag den Menschen gegeben wurden. Die Zeichen, wie Gott sich am Berg Sinai offenbarte, mit Rauch, Feuer und gewaltigem Donner, ähneln dem Vorgang, wie sich der Geist Gottes am Pfingsttag offenbarte. Deshalb geht man davon aus, daß es der gleiche Tag war, an dem Mose von Gott die Gebote empfing und Jahrhunderte später der Geist auf die Jünger ausgegossen wurde. So wird das Wort dem Heiligen Geist steht vorausgehen.

Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes entstand die Gemeinde Jesu. Wie Jesus beim Abendmahl sagte, hat er seinen Leib gegeben - symbolisiert durch das Brot, das gebrochen wurde. Am Pfingstag nun sollten zwei Brote vor dem Herrn im Tempel als Schwingopfer dargebracht werden. Zwei Garben der ersten Ernte wurden genommmen und aus je einer Garbe ein Brot gebacken. Im Feuer des Heiligen Geistes wurden die Herzen der Gläubigen der ersten Gemeinde zusammengebunden. Die zwei Brote gleichen der jüdisch-messianischen Gemeinde und der Gemeinde aus den Nationen. Alle zusammen sind sie ein Leib, dessen Haupt Jesus ist, aber doch sind es verschiedene Zweige im Ölbaum.

Diese vier Feste des HERRN sind in der Geschichte bereits erfüllt. Die restlichen drei Feste stehen in ihrer Erfüllung noch aus. Das Fest der Trompeten, das Neujahrsfest, wird das nächste sein, das in Erfüllung kommt.


5. Rosch Haschanah - Das Neujahrsfest/Das Fest der Trompeten

3. Mose 23, 23 - 25
23 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
24 Sage zu den Israeliten: Am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung.
25 Da sollt ihr keine Arbeit tun und sollt dem Herrn Feueropfer darbringen.


Nach dem religösen jüdischen Kalender beginnt mit Rosch Haschanah das neue Jahr. Es ist ein Fest der Erinnerung, das bei den jüdischen Geschwistern insbesondere in Gedenken an die Erschaffung der Welt und an die Verantwortung des Menschen vor Gott begangen wird. Schon dreißig Tage vorher wird täglich das Schofar-Horn, das Widderhorn, geblasen mit der Aufforderung, Buße zu tun und sich auf diese Stunde vorzubereiten. Es ist ein Festtag, bei dem nicht der Jude als solcher vor Gott steht, sondern er steht gleichsam als Mensch, als Vertreter der Menschheit, vor dem Schöpfer.

Ich glaube, daß aus biblischer Sicht dies ein Tag mit gewaltiger Tragweite sein wird, wenn er in Erfüllung kommt. Ich denke, daß mit der Erfüllung dieses Festes die letzten sieben Jahre anbrechen, bevor die sechstausendjährige Menschheitsgeschichte zuende geht. Ich denke, daß an diesem Festtag nicht nur die irdischen sondern auch die himmlischen Posaunen geblasen werden.

1. Thessalonicher 4, 15 - 17
15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.
16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaue Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
17 Danach werden wird, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.


Matthäus 24, 36
36 Von dem Tag aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.


Niemand kennt den Tag oder die Stunde als nur der Vater im Himmel. Obwohl die Bibel beim Neujahrsfest von einem einzelnen Tag ausgeht, wird das Neujahrsfest doch nach der Überlieferung an den ersten beiden Tagen des siebten Monats gefeiert. Man wollte insoweit auf die Juden in der Diaspora Rücksicht nehmen, die am Neujahrstag nicht in Jerusalem sein konnten. So kann es also sein, daß der Herr am ersten oder am zweiten dieser beiden Tage zurückkehrt. So kennt man weder den Tag, noch die Stunde. Darüber hinaus kennt man das Jahr ebenfalls nicht. Ich glaube, daß die ersten Christen aber aus diesem Grund des Festkalenders eine solche Naherwartung der Wiederkunft Jesu hatten. Heute sind wir der Wiederkunft näher als alle Generationen vor uns. Wenn die Stunde der Entrückung kommt, werden alle Gläubigen von der Erde genommen werden. Dies wird ein Geschehen von solch gewaltigem Ausmaß sein, daß vollkommene Panik auf Erden ausbrechen wird. Dies wird die Zeit sein, wo der Antichrist aufstehen und man ihm die Macht auf Erden in die Hände legen wird. Dann beginnt die Trübsalszeit mit den Gerichten Gottes und es wird eine furchtbare Zeit für alle Ungläubigen auf Erden werden.


6. Jom Kippur - Der Versöhnungstag

3. Mose 23, 26 - 32
26 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
27 Am zehnten Tage in diesem siebenten Monat ist der Versöhnungstag. Da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und fasten und dem HERRN Feueropfer darbringen
28 und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage, denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr entsühnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott.
29 Denn wer nicht fastet an diesem Tag, der wird aus seine Volk ausgerottet werden.
30 Und wer an diesem Tag irgendeine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
31 Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt.
32 Ein feierlicher Sabbat soll er euch sein, und ihr sollt fasten. Am neunten Tage des Monats, vom Abend an bis wieder zum Abend.


Neun Tage nach dem Neujahrstag findet nach Jüdischem Kalender der Versöhnungstag statt. In Vorbereitung dessen wurde das jüdische Volk aufgefordert die Herzen vor Gott zu prüfen, um IHM zu begegnen. Am 10. Tischri fand ein heilige Versammlung statt, bei der der Priester das Volk entsühnte, indem für die Sünden des Volkes geopfert wurde. Im Judentum ist der Versöhnungstat der höchste Tag überhaupt. Er wird mit fasten begangen, das schon am Vorabend beginnt.
Obgleich nach Alttestamentlichen Ritual geopfert wurde, konnte doch das Blut von Böcken und Stieren die Sünden nicht entfernen, sondern nur zudecken. Sie waren ein Abbild für das vollkommen Opfer das kommen sollte, um zu erreichen, was unter dem Gesetz nicht möglich war. Jesus Christus wurde dieses Opferlamm, daß die Sünden der Welt weggenommen hat. Er allein war von Gott dazu ausersehen. Durch ihn sollte die Versöhnung zwischen einer gefallenen Menschheit und einem heiligen Gott hervorgebracht werden. Allein das Opfer seines Sohnes war in Gottes Augen wohlgefällig. Als Jesus sein Blut auf Golgatha vergoß zerriß der Vorhang im Tempel, der das Heiligtum vom Allerheiligsten trennte, von oben an bis unten aus. Es war ein Bild für das, was zur gleichen Zeit im himmlischen Tempel geschah.

Hebräer 9, 24 - 26
24 Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Gegenbild des wahren (Heiligtums), sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen,
25 auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alljährlich mit fremden Blut in das Heiligtum hineingeht
26 - sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an -; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben.


Durch Jesus haben wir freien Zugang zum Thron des Vaters. Alle die ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben, werden als Braut an der Hochzeit des Lammes teilhaben. Jesus wird eine Braut ohne Flecken und Runzeln vor den Vater führen. Wir werden erlöst sein von einem sündigen Leib und in die Herrlichkeit Jesu umgestaltet werden. Während die Gläubigen zum Hochzeitsmahl des Lammes im Himmel geladen sind, werden auf Erden scheckliche Zeiten herrschen. Der Antichrist wird regieren und die Gerichte Gottes werden für sieben Jahre der Trübsaalszeit über diese Erde ausgegossen werden. Es wird die schlimmste Zeit sein, die dieser Planet je gesehen hat und die Menschen werden sich in Höhlen und Felsspalten zu verbergen suchen, um den Gerichten Gottes zu entgehen.
Am Ende dieser sieben Jahre wird der Versöhnungstag auch für diese Erde kommen, wenn Jesus für alle Welt sichtbar zurückkommen wird, um zu regieren. Dann wird die Zeit des Tausenjährigen Reiches anbrechen, in dem Gerechtigkeit und Frieden regieren werden. Der Teufel wird für tausend Jahre gebunden sein und in den Abgrund geworfen. Nach diesen tausend Jahren aber muß er noch einmal für kurze Zeit losgelassen werden, um die zu prüfen, die während der tausendjährigen Friedenszeit zum Glauben an Jesus gekommen sind.


7. Sukkoth - Das Laubhüttenfest

3. Mose 23, 33 - 43
33 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
34 Sage zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tage des siebenten Monats ist das Laubhüttenfest für den Herrn, sieben Tage lang.
35 Am ersten Tage soll eine heilige Verammlung sein; keine Arbeit sollt ihr tun.
36 Sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am achten sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten und sollt Feueropfer dem Herrn darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Arbeit sollt ihr tun.
37 Das sind die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlung ausrufen sollt, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, ein jedes an seinem Tage,
38 abgesehen von den Sabbaten des HERRN und euren andern Gaben, die ihr dem HERRN gebt.
39 Am fünfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des Landes einbringt, sollt ihr ein Fest des Herrn halten sieben Tage lang. Am ersten Tag ist Ruhetag und am achten Tag ist auch Ruhetag.
40 Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott,
41 uns sollt das Fest dem HERRN halten jährlich sieben Tage lang. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, daß sie im siebenten Monat so feiern.
42 Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen,
43 daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR euer Gott.


Das Laubhüttenfest wird nach jüdischer Tradition als ein Erntedankfest im Herbst gefeiert. Die Früchte der Erde werden dem Herrn als Opfer in den Tempel gebracht. Es ist aber gleichsam ein Fest der Erinnerung an den Durchzug durch die Wüste. Es war die Zeit, als die Israeliten in Laubhütten lebten auf ihrer Wanderung ins verheißene Land. Diese Laubhütten waren mit Palmzweigen bedeckt, die die Israeliten aus Ägypten mit sich nahmen. In erster Linie aber ist es das Fest der Ernte.

Prophetisch weist es auf die Ernte in den letzten Tagen hin. Jesus fragte seine Jünger, ob sie nicht sähen, das die Felder weiß zu Ernte seien. Menschen werden ins Reich Gottes hineingerettet bis auf den heutigen Tag. Aber es wird ein Ende der Gnadenzeit kommen, wenn sich Gottes Zeitplan für diese Welt erfüllt hat. Dann wird es eine letzte Ernte geben, die nicht durch Menschenhand erfolgt.

Offenbarung 14, 14 - 19
14 Und ich sah: und siehe eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte.
15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden.
16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde wurde abgeerntet.
17 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel.
18 Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach; Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde! Denn seine Beeren sind reif geworden.
19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf (die Trauben) in die große Kelter des Grimmes Gottes.


Es wird einen letzten Tag des Gerichts geben, an dem jeder Mensch vor Gott erscheinen muß. Ob groß oder klein, keiner wird diesen Tag verpassen. Dann wird sich entscheiden, ob du eine Frucht des Weinstocks der Erde oder des Himmels warst. Es wird das große Gericht vor den weißen Thron sein, daß Gott, der Vater, dem Herrn Jesus übergeben hat. Jeder Mensch der Erde wird gerichtete werden und er wird entweder dem Engel des Feuers übergeben, der ihn in den feurigen Pfuhl wirft, oder er wird belohnt werden nach seinen Werken, die er für den Herrn getan hat. Dann wird das Ende dieser Weltenzeit gekommen sein. Diese Erde und die Himmel werden vergehen. Sie werden zusammengerollt wie ein altes Kleid, das unbrauchbar geworden ist. Aber für seine Kinder hat Gott eine herrliche Zukunft bereitet. Die Verwirklichung des Planes, den er schon im Garten Eden anstrebte. Er wollte eine Familie haben und mit diesen Kindern in einer liebevollen Beziehung zusammenleben. Dieses Ziel, wird dann erreicht sein, weil seine Kinder durch den Glauben an Jesus geheiligt sind und durch den Heiligen Geist die Liebe Gottes in ihre Herzen ausgegossen ist. So wird ER ihr Gott sein und sie werden Sein Volk sein auf Ewigkeit.

Offenbarung 21, 1 - 6
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen.
5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig.
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.



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